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Die Zündkerzen

Dieses Thema im Forum "Motor, Getriebe & Motorumbauten" wurde erstellt von Andre, 15 Dezember 2013.

  1. Andre

    Andre Administrator

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    Die Zündkerze besteht aus der Mittel-Elektrode, dem Isolator mit Gehäuse und der Masse-Elektrode. Die Masse-Elektrode ist gasdicht im Isolator befestigt, der Isolator ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Zwischen Mittel- und Masse-Elektrode springt der Zündfunke über, der das Kraftstoffluftgemisch entzünden soll. Von der Zündkerze hängen Startbereitschaft, Leerlaufverhalten, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit ab. Man sollte deshalb nicht ohne Grund von dem vom Werk vorgeschriebenen Zündkerzentyp abweichen, der unter anderem von der Wärmewert-Kennzahl bestimmt wird.

    Die Wärmewert-Kennzahl gibt den Grad der Wärmebelastbarkeit einer Zündkerze an. Je niedriger die Wärmewert-Kennzahl einer Kerze ist, desto höher ist die Wärmebelastbarkeit. Die Kerze kann also die Wärme besser ableiten, wodurch schädliche Glühzündungen (Motorklopfen) verhindert werden. Eine Kerze mit hoher Wärmebelastbarkeit hat allerdings den Nachteil, daß ihre Selbstreinigungstemperatur ebenfalls höher liegt. Sie neigt daher schneller zum Verrußen, insbesondere dann, wenn der Motor häufig seine Betriebstemperatur während der Fahrt nicht erreicht (Stadtverkehr, Kurzstreckenverkehr im Winter). In der Regel werden »kalte« Zündkerzen (Wärmewert-Kennzahl ab 06) bei »heißen« Motoren eingesetzt, also bei Triebwerken denen hohe Motorleistung abgefordert wird.

    Die Wärmewert-Kennzahl ist im Zündkerzencode enthalten. Der Code schlüsselt sich wie folgt auf:



    BOSCH-Zündkerze



    Beispiel : W R 7 D C R
    1 2 3 4 5 6
    1. W = Gewinde M 14 x 1,25 mit Flachdichtsitz, SW 21;
      F = Gewinde M 14 x 1,25 mit Flachdichtsitz, SW 16;

      M = Gewinde M 18 x 1,5 mit Flachdichtsitz, SW 25;

      H = Gewinde M 14 x 1,25 mit Kegeldichtsitz, SW 16;

      D = Gewinde M 18 x 1,5 mit Kegeldichtsitz, SW 21; SW = Schlüsselweite. Q2

    2. R = Mit Widerstand zur Entstörung. Die Funktion der Zündanlage wird dadurch nicht beeinflußt.
    3. Wärmewert-Kennzahl. Die Wärmewertskala wird von 06 (»kalt«) bis 13 (»warm«) angegeben. Dabei entspricht die Kennzahl 7 dem alten Wärmewert 175 (frühere Bezeichnung), 6 – 200,5 – 225 usw.
    4. A = Gewindelänge 12,7 mm, normale Funkenlage; B = Gewindelänge 12,7 mm, vorgezogene Funkenlage; C = Gewindelänge 19 mm, normale Funkenlage; D = Gewindelänge 19 mm, vorgezogene Funkenlage; DT = Gewindelänge 19 mm, vorgezogene Funkenlage, 3 Masse-Elektroden; L = Gewindelänge 19 mm, weit vorgezogene Funkenlage.
    5. = Elektrodenwerkstoff der Mittelelektrode: Cr-Ni-Legierung (Cr-Ni = Chrom Nickel), C = Ni-Cu-Verbund-Mittelelektrode (Ni-Cu = Nickel-Kupfer), S = Silber-Mittelelektrode, P = Platin-Mittelelektrode, O = Standard-Zündkerze mit verstärkter Mittelelektrode.
    6. R = 1 kQ Abbrandwiderstand.


    Durch den Kupferkern (Cu) in der Mittelelektrode und noch mehr durch die Silber-Mittelelektrode wird die Wärmeleitfähigkeit und damit die Wärmebelastbarkeit erhöht.



    BERU-Zündkerze



    Beispiel: 14 K 7 D U R
    1 2 3 4 5 6


    1. Gewindedurchmesser in mm, hier M 14 x 1,25.
    2. Konstruktionsmerkmal, z. B. K für Kegeldichtsitz, R für Entstörwiderstand 5 kOhm/10 kOhm.
    3. Wärmewert-Kennzahl, Aufschlüsselung grundsätzlich wie bei BOSCH. Außer bei »Silverstone«-Kerzen: Hier entspricht die Kennzeichnung S6 dem Wärmewert 145 – 200; S 7 = 200 – 215.
    4. Gewindelänge, Aufschlüsselung grundsätzlich wie bei BOSCH. Außer bei »Silverstone«-Kerzen: S6 = Kurzgewinde, S7 = Langgewinde.
    5. Elektrodenwerkstoff der Mittelelektrode: U = Ni-Cu-Verbund-Mittelelektrode. Eine Zündkerze mit Silber-Mittelelektrode hat die Bezeichnung »Silverstone«. Für die »Silverstone«-Zündkerze gibt BERU ein Wechselintervall von 50000 km an.
    6. R = 1 kQ Abbrandwiderstand.
     

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